Die Vorteile von PSD2 und Open Banking

Händler und Kunden Vertrauen darauf, dass IXOPAY Schnelligkeit, Kontrolle und Komfort bietet
28.01.2020 | Expertise

Englischer Originaltext zuerst erschienen bei The Paypers

Die geänderte Richtlinie für Zahlungsdienste der Europäischen Union (PSD2) trägt zu einer offenen, fairen und sicheren Zahlungslandschaft in Europa bei. Die Richtlinie führt eine Vielzahl von Änderungen ein, wie wir Zahlungen zukünftig online abwickeln und erleichtert damit auch die Beziehung zwischen Fintechs und Banken. In einem Aufwasch räumt die PSD2 seit langem bestehende Hindernisse für die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen aus dem Weg und stärkt damit langfristig die Rolle Europas in der Zahlungsbranche.

Bislang gab es zwischen etablierten Banken und Fintechs keine gemeinsamen technischen Schnittstellen, über die Finanzdaten fließen konnten. Wenn Banken Informationen wie Alter, Adresse und Kontostatus des Kontoinhabers zurückhielten, erschwerten sie es Fintechs, den Erfolg von Transaktionen zu überprüfen. Das behinderte auch die Entwicklung innovativer Dienstleistungen, da die Kunden oft "eingesperrt" waren: So waren sie etwa gezwungen, suboptimale mobile Banking-Apps zu verwenden oder mussten sich mit Problemen bei der Durchführung von Finanztransaktionen in mehreren Fiat- und digitalen Währungen herumschlagen.

PSD2: Die Einführung von Open Banking in Europa

Als eine wesentliche Neuerung führt die PSD2 eine Pflicht der Banken ein, öffentliche Schnittstellen zu ihren Systemen anzubieten – allgemein als Open Banking APIs bezeichnet. Was genau sind die Vorteile einer Open Banking API? Fintechs können eine solche API verwenden, um eine direkte Verbindung zu den umfangreichen und zuverlässigen Kundendatenbanken der Banken herzustellen. Die übermittelten Informationen können den Fintechs dabei helfen, kreative Lösungen im Bereich der Kundenidentifikation und der Kreditwürdigkeitsprüfung anzubieten. Zudem unterstützen sie auch Enterprise Merchants, unabhängige Vertriebsorganisationen (ISOs) und Zahlungsdienstleister (PSPs) dabei, Transaktionen zu deutlich niedrigeren Kosten zu verarbeiten.

Jakob Geyer, Legal Counsel bei IXOPAY

Geschäftsmöglichkeiten durch eine Open Banking API

Willkommen in der Welt von Open Banking! Als technischer Zahlungsdienstleister unterstützt IXOPAY diesen Aspekt der PSD2 von ganzem Herzen. So können beispielsweise Händler in regulierten Branchen überprüfen, ob ein Benutzer, der eine Bestellung aufgegeben hat, volljährig ist und die gesetzlichen Anforderungen zum Kauf einer Ware erfüllt. Zur Vermeidung von Betrugsfällen können Händler, die Bestellungen per Dropshipping abwickeln, nun Open Banking APIs verwenden, um Abweichungen zwischen der Rechnungsadresse (dh der Adresse des Kontoinhabers) und der Lieferadresse zu überprüfen.

Darüber hinaus führt die PSD2 einen regulatorischen Rahmen für neu entstehende eCommerce-Zahlungsdienste wie Account Information Service Providers (AISP) und Payment Initiation Service Providers (PISP) ein. Simpel ausgedrückt bieten die AISPs den Nutzern aggregierte Online-Informationen über ihre Zahlungskonten an, während die PISPs auch Transaktionen initiieren können. Mit anderen Worten unterscheidet die Richtlinie zwischen der Fähigkeit, Informationen zu erlangen und der Fähigkeit, Finanztransfers durchzuführen: AISPs haben nur "lesenden" Zugriff auf das Bankkonto eines Kunden, während PISPs "lesenden und schreibenden" Zugriff haben. So können in der Praxis etwa Händler, die PISPs nutzen, Zahlungen direkt vom Bankkonto des Kunden auslösen. Dadurch werden die Bearbeitungsgebühren gesenkt und eine sofortige Auszahlung ermöglicht.

Open Banking API und das neue eCommerce Check-Out

Unternehmen, die als AISP oder PISP agieren wollen, müssen ein strenges Konzessionsverfahren bei den national zuständigen Finanzbehörden in Europa durchlaufen. So ist unter anderem sichergestellt, dass Unternehmen die Rechte der Kunden respektieren und die Kunden die vollständige Kontrolle über ihre Finanzdaten behalten.

Kunden haben die Kontrolle

Vollständige Kontrolle über die Finanzdaten bedeutet auch, dass Kunden nun wählen können, ob sie ihren Banken die Weitergabe von Informationen an Händler und Drittanbieter erlauben oder verbieten wollen. Ein Spaziergang auf einem dänischen Street Food Markt macht deutlich, dass viele schon jetzt dazu bereit sind, ihre Kontodaten weiterzugeben.

Wenn man an einem sonnigen Nachmittag in Reffen, Kopenhagen, ein Eis kaufen will,  muss man nicht seine Taschen nach Bargeld durchsuchen. Man wird vermutlich auch nicht seine Bankomatkarte über ein Terminal halten. Stattdessen werden Sie Ihr Smartphone entsperren, auf Ihre digitale Wallet-App klicken und eine Online-Überweisung auf das Konto des Eisverkäufers durchführen. Wenn er Ihnen Ihr Eis übergibt, erhält er eine Benachrichtigung in seinem Wallet, dass das Geld auf seinem Konto eingegangen ist.

Im digitalen Leben der heutigen Kunden nehmen Fintechs bereits heute einen besonderen Platz ein. Schon aufgrund ihres flexiblen Hintergrunds können diese Unternehmen oft die beste Lösung für ein spezielles Problem anbieten und Kunden mit Komfort, Erschwinglichkeit und schneller Reaktionszeit überzeugen.

Kein Bargeld, nur mobile Zahlung möglich in Reffen, Kopenhagen

Unsere Payment Orchestration Plattform IXOPAY ist die perfekte Lösung für die Erfassung all dieser Transaktionsquellen und bildet gleichzeitig die Grundlage für unsere Kunden, vollständig PSD2 konform zu agieren. Als Teil unserer Dienstleistungen unterstützt IXOPAY seit September 2019 die starke Kundenauthentifizierung (Strong Customer Authentication, “SCA”) beim Online-Check-out und ist in den Listen von VISA und Mastercard für 3D-Secure 2 zugelassene Anbieter aufgeführt.

Über Jakob Geyer

Jakob Geyer, Legal Counsel bei IXOPAY, konzentriert sich auf komplexe wirtschaftliche Fragen in den Bereichen Zahlungsdienstleistungen, Datenschutz und IT-Recht. Er kam 2018 zu IXOPAY und hat seitdem den vertraglichen Rahmen der Zahlungsplattform kontinuierlich strukturiert, um die Einhaltung aller relevanten Gesetze zu gewährleisten. Jakob spielt auch eine Schlüsselrolle bei der Schulung der Teammitglieder von IXOPAY im Datenschutzrecht und bei der Förderung eines gemeinsamen Verständnisses der geltenden Regulierungsstandards. Verbinden Sie sich mit Jakob über Linkedin.

Über IXOPAY

IXOPAY ist eine Payment Orchestration Plattform, die unabhängiges, flexibles und globales payment processing ermöglicht. Als hoch-skalierbarer und PCI-DSS zertifizierter “Fintech Enabler”, erfüllt IXOPAY sowohl die Wünsche von großen Kunden, als auch jene von “White Label” Kunden, wie z.B. Payment Service Providern, Acquirern und unabhängiges Sales Organisations (ISOs).  Die moderne, leicht erweiterbare Architektur bietet intelligente Routing- und Cascading-Funktionen sowie modernstes Risikomanagement, automatisierte Reconciliation und Settlement Funktionalitäten mit Plugin-basierten Integrationen von Acquirern, Payment Service Providern und alternativen Zahlungsmethoden (APMs).

IXOPAY ist Teil der 2001 gegründeten IXOLIT Group, die nationale und internationale eCommerce Kunden aus Wien, Österreich und Florida, USA betreut. Das inhabergeführte und finanzierte Unternehmen ist von einem zwei-köpfigen Team zu einem IT-Spezialisten mit über 65 Experten gewachsen, das innovative Lösungen und Produkte im Herzen von Wien entwickelt.

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